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Grundlagen der Wärme- und Heizungstechnik
für jedermann.
Innenleben und Funktion von
Heizungsanlagen.
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Wärmeerzeugung durch
Verbrennung
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Verbrennungsgrundlagen - Chemie |
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Die wesentlichsten
Energieträger von Heizöl, Erdgas, Holz etc. sind Kohlenstoff
(C) und Wasserstoff (H2),
bzw. Kohlenwasserstoffe (CxHy).
Die Verbrennungsluft
enthält als wichtigste Elemente Stickstoff (N 2)
Und Sauerstoff (O2).
Vollständige Verbrennung
Bei der Verbrennung reagieren die die einzelnen Bestandteile
vollständig miteinander:
Der Kohlenstoff C reagiert
unter Energiefreisetzung mit
dem Luftsauerstoff O 2 zu
Kohlendioxyd CO2 und der
Wasserstoff H2 mit dem
Luftsauerstoff zu Wasser oder Wasserdampf H2O
(=Verbrennungswasser).
(stark vereinfachte Darstellung) |
Unvollständige
Verbrennung
Die Verbrennungsprodukte giftiges Kohlenmonoxyds (CO)
und Russ entstehen in d. R. bei einer unvollständige Verbrennung.
Bei Luftmangel
oder zu viel Verbrennungsluft kann der Kohlenstoff nicht vollständig mit dem
Luftsauerstoff O2 reagieren.
Ruß ist reiner
Kohlenstoff, bei Kohlenmonoxyd fehlt das zweite Sauerstoffatom.
Zusätzlich kann
der Stickstoff aus der Verbrennungsluft bei hohen Flammtemperaturen zu
umweltschädlichen Stickoxyden (NOx)
oxydieren.
(Quelle:
Weishaupt-compact-Reihe) |
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Wärmeerzeuger |
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Als Wärmeerzeuger wird die Kesseleinheit mit Brenner und der
Warmwasserspeicher (Unit) bezeichnet.
Die Wärme entsteht
durch die Verbrennung des Brennstoffes (Öl, Gas, Holz etc.) im
Brenner. Verbrannt wird hauptsächlich der im Brennstoff enthaltenen
Kohlenstoff und Wasserstoff.
Die Heizgase
durchlaufen die Wärmetauscherflächen des Kessels und geben dabei über die
inneren Flächen die Wärmeenergie an das Heizungswasser ab.
Damit die Eigenverluste gering
sind, werden die Kesseleinheiten sehr gut wärmegedämmt.
Das Warmwasser
für Küche und Bad wird in d. R. über einen separaten Wassererwärmer
(Boiler/ Speicher) indirekt erwärmt.
Das Heizungswasser läuft dabei
über einen im Wassererwärmer eingebauten Wärmetauscher und erwärmt so das
Frischwasser.
Für Gebäude mit geringen
Platzangebot gibt es wandhängende Kesseleinheiten. Sie können sowohl als
Dachheizzentrale wie auch in bewohnten Räumen installiert werden. |
Nach den erzeugten Heizwassertemperaturen unterteilt man die
Wärmeerzeuger (Heizkessel) in Niedertemperaturkessel, Tieftemperaturkessel
und Brennwertkessel.
Niedertemperaturkessel
arbeiten mit einer
Vorlauftemperatur des Heizungswassers von max. 75°C. Aus konstruktiven
Gründen ist die Rücklauftemperatur auf ca. >40°C begrenzt.
Anwendung
für Öl, Gas und feste Biomasse.
Tieftemperaturkessel
analog
Niedertemperaturkessel, aber durch bessere Korrosionsschutzmaßnahmen können
diese Kessel total abschalten und auskühlen (Energieeinsparung).
Anwendung
in d. R.
für Öl und Gas.
Brennwertkessel
arbeiten mit einer
Vorlauftemperatur von max. 55°C. Sie haben einen Hochleistungswärmetauscher
aus Edelstahl oder Aluminium-Silizium-Guss, so dass sie auch dem im Abgas
enthaltenen Wasserdampf kondensieren können. Das spart zusätzlich
Brennstoff.
Anwendung
für Öl und Gas. |
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Schadstoffe und Emissionen |
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Abhängig von der
Art des Brennstoffes und den daraus resultierende Anteilen an Kohlenstoff
und Wasserstoff sowie den Luftstickstoff, entstehen in den Abgasen für die
Atmosphäre unterschiedliche Mengen von Kohlendioxyd, Stickoxyden und
Wasserdampf.
Kohlendioxyd ist nicht giftig, aber mitverantwortlich
für den so genannten Treibhauseffekt (Erwärmung der Erdatmosphäre). Dieses
Problem verursachen nur die fossilen Brennstoffe (ÖL, Gas, etc.)
Eine Rußschicht von nur 1mm Dicke auf der inneren
Kesseloberfläche würde die Abgastemperatur um ca. 55°C erhöhen und
gleichzeitig den Wirkungsgrad um 3 bis 4% absenken. |
Kohlenmonoxyds ist giftig und für Menschen und Tiere
gefährlich.
Ein weiteres
Verbrennungsprodukt sind die Stickoxyde (NOx),
die sich als saurer Regen schädlich auf die Umwelt auswirken.
Diese
Schadstoffemissionen können durch moderne Brennertechnik und optimale
Luftmengeneinstellung vermieden werden. Nur Spuren dieser Schadstoffe sind
zulässig.
Die
Brennereinstellung erfolgt deshalb mit einem sicheren Luftüberschuss, bei
dem praktisch nur geringste Emissionen entstehen und gleichzeitig eine hohe
Betriebssicherheit gewährleistet wird. |
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Energieverluste, Wirkungsgrad,
Nutzungsgrad |
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Energieverluste
Bei der Gewinnung von Wärme im Heizkessel treten aus
technischen Gründen unvermeidbare Energieverluste auf:
Abgasverluste am Schornstein, Auskühl- und Stillstandsverluste
während der Brennerstillstands- und Brennerlaufzeiten.
Diese Verluste sind
bei modernen Anlagen relativ gering (Abgasverluste <10%, Auskühl- und
Stillstandsverluste ca. 1%).
Feuerungstechnischer Wirkungsgrad
Energieausbeute aus dem Heizwert
des Brennstoffs (= 100%) bei Nennlast abzüglich der Abgasverluste.
(Heizwert=Energiegehalt des
Brennstoffs ohne Wasserdampfanteil in kWh/Einheit).
Der
feuerungstechnischer Wirkungsgrad wird z. B. bei der Emissionsmessung
durch den Schornsteinfeger ermittelt. Wesentlich realistischer ist aber
der Kesselwirkungsgrad.
Kesselwirkungsgrad
Energieausbeute
aus dem Heizwert des Brennstoffs (= 100%) bei Nennlast abzüglich der
Abgasverluste sowie Auskühl- und Stillstandsverluste. Beim
feuerungstechnischen und Kesselwirkungsgrad wird nur der Nennlastfall
berücksichtigt.
Eine
Heizungsanlage arbeitet jedoch nur wenige Tage im Jahr mit voller Leistung
(=Nennlast).
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Bei wärmeren
Außentemperaturen geht die Heizungsanlage in einen Betrieb mit längeren
Brennerstillstandsphasen oder niedriger Leistung über.
Der
Kesselwirkungsgrad kann also nicht ausschließlich als Betrachtungsweise für
die Energiesituation verwendet werden.
Um die entsprechenden Zeiten, die
eine Heizungsanlage im Stillstand und im Brennerbetrieb verbringt, besser
berücksichtigen zu können, wird der Nutzungsgrad als Bewertungskriterium
ermittelt.
Nutzungsgrad (Jahresnutzungsgrad)
beschreibt die
energetische Situation - die für den Brennstoffverbrauch über ein Jahr
entscheidende Größe - deutlich besser.
Auf Grund vieler Einflussfaktoren
ist eine exakte Ermittlung des Jahresnutzungsgrad sehr schwierig (nur
optimierte Annäherung).
Normnutzungsgrad
Um verschiedene Kesseltypen vergleichen zu können,
werden 5 typische Teillast-Wirkungsgrade ermittelt und daraus ein Mittelwert
gebildet.
Der
Normnutzungsgrad wird in d. R. in den Druckschriften der Hersteller
angegeben und gibt recht gut den tatsächlichen Wirkungsgrad bei optimaler
Auslegung während einer Heizperiode wieder. |
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Heizungsregelung |
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1. Zentralregelung |
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Grundlage ist in d. R. eine außentemperaturgeführte
(witterungsgeführte) Regelung der Heizungsanlage.
Anforderungen an eine moderne digitale Regeltechnik sind
einfache Bedienung, klar verständliche Funktionen und Erweiterbarkeit für
Nachrüstungen.
Über ein Display am Kessel wird der Anwender im Klartext über den
aktuellen Betriebszustand der Heizungsanlage informiert. Neben
Kesseltemperatur, Warmwassertemperatur oder Außentemperatur, können auch
aktuelle Heizzeitenprogramme abgefragt und angepasst werden. Bild >
Regelungen am Kessel
Zentraleinheit
Kernstück eines
Regelsystems ist die Zentraleinheit (CPU). Dort werden alle
Temperaturfühler angeschlossen, alle Daten verarbeitet und entsprechende
Ausgänge für die Heizungsanlage gesteuert.
Kesselschaltfeld
Das
Kesselschaltfeld beinhaltet alle wichtigen Elemente, die zu einem
sicheren Betrieb eine Heizkessels notwendig sind.
Fernbedienung
Wenn eine
Fernbedienung in einem Wohnraum installiert worden ist, wird auch der evtl.
integrierte Raumfühler genutzt.
Steigt die
Raumtemperatur z. B. durch solare Wärmegewinne an, erkennt dies der
Raumregler und korrigiert die Vorlauftemperatur nach unten.
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Betriebsarten
Über den
Auswahlschalter Betriebsarten, kann direkt die Betriebsart geändert
werden.
Für jeden
Heizkreis stehen stehen unterschiedliche Heizzeiten-Programme zur Verfügung.
Zusätzlich können
dauernd abgesenktes Temperaturniveau sowie Stand-By-Betrieb (Heizung und
Warmwasser ausgeschaltet) oder Sommerbetrieb (Heizung ausgeschaltet,
Warmwasser eingeschaltet) angewählt werden.
Der Heizungsregler
schaltet nach Anwahl sofort in den gewünschten Heizungsbetrieb um.
Heizkennlinienfeld > Bild
In Abhängigkeit der Außentemperatur wird die Vorlauftemperatur des Heizkreises gesteuert.
Wird z. B. die Heizkennlinie 15 eingestellt, bekommt der Heizkreis bei einer
Außentemperatur von -15°C eine Vorlauftemperatur von 70°C oder bei
einer Außentemperatur von 0°C eine Vorlauftemperatur von nur 50°C.
Über diese Einstellung wird eine Raumtemperatur von 20°C erreicht.
Ist eine andere Raumtemperatur gewünscht, wird einfach die
Solltemperatur für den Raum geändert. Im Hintergrund wird über den digitalen
Heizungsregler die Vorlauftemperatur so verändert, dass die eingestellte
Raumtemperatur erreicht wird. |
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Konstante Betriebsweise |
Gleitende Betriebsweise |
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Ältere Kessel steuern die
Wärmeabgabe über eine konstante hohe Kesseltemperatur (=Vorlauftemperatur)
von ca. 80°C über das ganze Jahr bei jeder Außentemperatur.
Eine Regelung der Raumtemperatur
ist nur am Heizkörper über Regulier- oder Thermostatvenile möglich.
Durch ganzjährige
Einschaltzeiten der Heizung, auch wegen der Warmwasserbereitung im Sommer,
und damit verbundene kurze Brennerlaufzeiten in der Übergangszeit ergeben
sich relativ hohe Energieverluste.
In einigen Ländern
ist dies Betriebsweise allerdings immer noch Standart und die einfache
Technik demzufolge auch wesentlich billiger! |
Moderne Kessel werden
gleitend in Abhängigkeit der Außentemperatur über eine Heizkurve
(Temperaturkurve)
geregelt.
Dabei wird mit einem
Temperaturfühler die Außentemperatur erfasst und bei der Regelung
berücksichtigt >
Grafik.
Bei wärmeren
Außentemperaturen wird von der Regelelektronik eine niedrigere
Kesseltemperatur bestimmt.
Dadurch reduzieren sich erheblich
die die Kesselverluste.
Eine moderne Regelelektronik
verfügt neben der gleitenden Betriebsweise über weitere Betriebsarten:
Ferienprogramm, Nachtabsenkung, Sparbetrieb etc.
(Quelle:
Weishaupt-compact-Reihe) |
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2. Dezentrale
Regelung über Thermostventile an den Heizflächen |
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Die Regelung am
Heizkessel als Zentralregelung stellt natürlich je nach Außentemperatur für
alle Heizflächen (Heizkörper, Fußbodenheizung etc.) in den einzelnen Räumen
die gleiche Vorlauftemperatur (Wärme) zur Verfügung.
Der Zusammenhang
zwischen Raum-, Vorlauf- und Außentemperatur ist in der Steilheit Heizkurve
dargestellt und wählbar.
In d. R. wird die
gewünschte Temperatur für den wärmsten Raum eingestellt (z. B. Bad). Diese
Einstellung ist in d. R. nur einmal erforderlich.
Thermostatventile
Die
individuelle Anpassung der Raumtemperatur der einzelnen Räume, z. B. im
Wohnzimmer 22 °C, im Schlafzimmer 15 °C etc., erfolgt wiederum nur einmal am
Thermostatventil (= raumtemperaturgesteuertes Regelventil) des
entsprechenden Raumes. Der Temperaturfühler ist im Ventilkopf eingebaut oder
auch als Fernfühler separat zu installieren.
Das
Thermostatventil korrigiert auch automatisch Raumeinflüsse, z. B. durch
einen Ofen, Sonneneinstrahlung etc.
Die
Ventil-Voreinstellung (Kv-Werte) sollte nur vom Fachmann
vorgenommen werden (wird in der Praxis oft nicht durchgeführt).
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Individuelle Einstellung der Raumtemperatur am Thermostatventil
ist in d. R. nach
der Inbetriebnahme der Heizungsanlage nur einmal erforderlich und kann auch
selbst vorgenommen werden.
Alle Thermostate
werden bei laufender Heizungsanlage zunächst voll geöffnet und dabei
mit einem Raumthermometer in ca. 1,50 m Höhe im vorwiegenden
Aufenthaltsbereich solange die Temperatur gemessen, bis diese sich nicht
mehr verändert.
Wenn die
Raumtemperatur zu hoch empfunden wird, ist das Ventil danach mit einer
angemessenen Wartezeit (bis die Temperatur sich nicht mehr verändert)
jeweils um einen Teilstrich zu schließen.
Der
Einstellvorgang ist in jedem Raum solange zu wiederholen, bis die
gewünschte Raumtemperatur erreicht ist.
Sofern danach die
Raumtemperatur immer noch zu hoch/zu niedrig ist (Ventilregelbereich ist
ausgeschöpft), muss am Zentralregler eine flachere/steilere Heizkurve
gewählt und die ganze Prozedur wiederholt werden.
Die
unterschiedlichen Außentemperaturen werden generell automatisch über den
Zentralregler in Verbindung mit der eingestellten Heizkurve angepasst, so
dass immer die gleiche Raumtemperatur erreicht wird.
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Niedertemperaturtechnik |
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Steuerung der Kesseltemperatur über die
Heizkurve
Ein wesentliches Kriterium zur Energieeinsparung ist der
Betrieb mit möglichst niedrigen Temperaturen.
Allerdings darf die Kesseltemperatur nicht unter ein
bestimmtes Niveau fallen, damit keine unerwünschten Korrosionserscheinungen
im Inneren des Wärmetauschers entstehen.
Die
Kesseltemperatur wird bei der Niedertemperaturtechnik in Abhängigkeit von
der Außentemperatur dem jeweiligen Wärmebedarf über die so genannte
Heizkurve angepasst.
Die Heizkurve wird so eingestellt, dass bei tiefen Außentemperaturen der
Kessel nicht über 75°C hochheizt und bei wärmeren Außentemperaturen der
Kessel auf das wirklich notwendige niedere Temperaturniveau gleitet
(gleitende Betriebsweise).
Durch eine teilweise vollständige Abschaltung wird zusätzlich
Energie eingespart. Auch während der Nachtstunden wird durch die Regelung
der Wärmetransport reduziert (Nachtabsenkung)
Kondenswasser und Korrosion
Bei der
Verbrennung entsteht Wasserdampf (s. Verbrennungsgrundlagen).
Der Anteil des
Wasserdampfgehaltes ist abhängig von Luftmengeneinstellung des Brenners.
Bei einem
Ölbrenner beträgt, bei einen über den Luftüberschuss eingestellten CO2-Gehalt
von 13%, der Wasserdampfgehalt im Heizgas ca. 11%.
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Die entsprechende
Taupunktemperatur (= Temperatur, bei der das Verbrennungswasser vom
dampfförmigen in den flüssigen Zustand übergeht) liegt bei ca. 47°C.
Beim Brennstoff
Erdgas ist das bei gleicher Luftmengeneinstellung und einen CO2-Gehalt
von 10,5% eine Taupunkttemperatur
von ca.
55°C.
Unterschreitet die
Wandoberfläche des Kessels auf der Verbrennungsseite die Taupunkttemperatur,
kann Kondenswasser entstehen. Das sollte wegen der Korrosionsgefahr in jedem
Fall vermieden werden.
Ein
Reglersystem schützt den Kessel unterhalb der Taupunkttemperatur.
Abhängig von der
Temperaturanforderung an den Kessel wird der Brenner mit einer
Schaltdifferenz unterhalb des Kesselsollwertes eingeschaltet und oberhalb
des Kesselsollwertes ausgeschaltet.
Wird eine kleinere
Kesselsolltemperatur gefordert, schaltet der Brenner erst oberhalb der
Taupunkttemperatur ab.
Somit wird sichergestellt, dass
in keiner Betriebsphase ein kritischer Kesselzustand mit einer unerwünschten
Kondenswasser-Bildung entsteht.
Zusätzlich ergibt
sich zwischen der Kesselwasserseite und der Verbrennungsseite bei strömenden
Verbrennungsgasen ein Temperaturunterschied von 1 bis 4 Grad. Diese
Temperatur kann auf die Heizungswasser-Temperatur addiert werden. Damit wird
ein sicheres Überschreiten der Taupunktgrenze erreicht.
(Quelle:
Weishaupt-compact-Reihe) |
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Moderne Kesselkonstruktionen
(Beispiel) |
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Aufbau eines
Niedertemperaturkessels mit Sturzbrenner >
Bild
Es werden die
verschiedensten Kesselkonstruktionen angeboten. Für die Kaufentscheidung
sind weitergehende Informationen notwendig.
Im Mittelpunkt stehen aber immer
Wirtschaftlichkeit, lange Nutzungsdauer, umweltfreundlicher Betrieb sowie
Service- und Bedienfreundlichkeit.
Jede
herstellerspezifische Kesselkonstruktion bietet immer gewisse Vor- und
Nachteile, die im Allgemeinen nicht über zu bewerten sind, im Speziellen
aber manchmal Vorteile bringen können.
Vertikaltechnik >
Bild
Durch die vertikale Anordnung brennt die Flamme von oben in den
Wärmetauscher. Die strömenden Verbrennungsgase werden gleichmäßig und
ringförmig innerhalb des Wärmetauschers verteilt. Ein sehr gleichmäßiger
Wärmeübergang erhöht die Nutzungsdauer die Effizienz eines
Niedertemperaturkessels.
Durch den
Wärmetauscher geben die Verbrennungsgase die Wärme an das Heizungswasser ab
und werden in den oberen Bereich des Kessels, den Abgassammler geführt.
Würde durch einen ungünstigen Zustand Kondenswasser an der Kesselinnenseite
entstehen, fließt es durch die vertikale Anordnung des Kessels nach unten in
den Bereich heißer Verbrennungsgase.
Somit kann es in
keiner Betriebssituation zu einer Ansammlung von Kondenswasser kommen. |
Wasserführung im Kessel >
Bild
Durch eine optimale Wasserführung
werden die vom Verbrennungsgas berührten Flächen vor zu kalten
Oberflächentemperaturen geschützt.
Die Wassermenge im Kessel wird in
einem inneren und äußeren Wassermantel aufgeteilt.
In den inneren Wassermantel kann
kälteres Heizungswasser vom äußeren Wassermantel eintreten und wird
gleichmäßig erwärmt.
Das erwärmte Wasser steigt im
inneren Wassermantel nach oben und wechselt im oberen Teil in den äußeren
Wassermantel.
Die Temperatur im inneren
Wassermantel ist immer höher, so dass der Kessel gut gegen
Kondenswasserbildung abgesichert ist.
Wenn der Kessel nach einer Nachtabsenkung mit kalten
Temperaturen startet, wird zuerst der innere Wassermantel aufgeheizt.
Nach
Überschreiten der Taupunktgrenze wird die Heizungsumwälzpumpe eingeschaltet.
Das kalte Heizungs-Rücklaufwasser tritt in den oberen Bereicht des äußeren
Wassermantels ein und erwärmt sich gleichmäßig.
Bei ausreichend hoher
Temperatur wird es über den Heizungsvorlauf entnommen.
Durch diese interne Rücklaufanhebung erhöht sich die
Betriebssicherheit eines Niedertemperaturkessels, da kein Kondensat
einstehen kann. Weiterhin
verlängert der vergrößerte Gesamtwasserinhalt durch die zwei Wassermäntel
die Brennerlaufzeit.
(Quelle:
Weishaupt-compact-Reihe) |
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LowNOx-Brennertechnik
(Beispiel) |
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Bei der Forderung nach möglichst niedrigen
Emissionsgrenzwerten geht es im Wesentlichen um einen niedrigen
Stickoxydanteil (NOx) im
Abgas. LowNOx-Brenner sind dafür
die geeignete Lösung.
Funktion (z. B.
Ölbrenner) > Bild
Durch einen digitalen Startimpuls
des Feuerungsmanagers startet der Brenner.
Nach einer Aufheizphase durch den
internen Ölvorwärmer bekommen der Brennermotor Spannung.
Nach einer Vorbelüftungszeit, bei
der die Brennerkammer mit Luft gespült wird, erfolgt die Brennstofffreigabe
zur Öldüse. Das Zündgerät zündet das Öl-Luft-Gemisch - die Flamme entsteht. |
Der gesamte
Funktionsablauf wird vollautomatisch ausgeführt und durch mehrfache
Lichtsignale am digitalen Feuerungsmanagers angezeigt.
Dem
Servicetechniker stehen auf diese Weise viele Informationen über den
Brennerzustand zur Verfügung.
Die
Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung sorgt im Wesentlichen dafür, dass in
Verbindung mit den Rezirkulationsöffnungen des Flammkopf-Aufsatzes ein Teil
der Verbrennungsgase zurückgeführt wird, um die Flamme zu kühlen und
damit die Emissionswerte (NOx)
zu verkleinern. |
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Für
wesentlich mehr Informationen stehen wir Ihnen mit einer persönlichen
Fachberatung jederzeit gerne zur Verfügung.
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