|
Letzte Bearbeitung:
24.09.2009 19:39
IBS
HEIZUNG/ BIOMASSEHEIZUNGEN/ GETREIDE- & HALMGUTHEIZUNG/
NEWS
.
Thermische
Verwertung von Getreideabfällen, Abfälle aus Mühlen, Weinanbau und Biogasanlagen.
Pellets aus Stroh, Heu,
Ölkuchen (Rapskuchenpellets), Siebresten,
Spelzen, Pferdemist,
Traubentrester, Rebholz, Gärresten etc.
|
Möglichkeiten der thermischen Verwertung von landwirtschaftlichen
Abfallprodukten in Vielstoff-Feuerungsanlagen
|
|
Stroh- und Heupellets |
|
Stroh
Getreidestroh wird in größeren Anlagen als Strohballenfeuerung schon über
längere Zeit angewendet.
Für Kleinfeuerungsanlagen sind aber Strohpellets wesentlich wirtschaftlicher.
Herstellungsverfahren
Das Pelletieren ist eine Alternative, biogene Brennstoffe z. B.
auch privaten Haushalten zugänglich zu machen.
Die große Verdichtung ermöglicht den wirtschaftlichen
Transport, eine platzsparende Lagerung, ein bequemes sauberes Handling und
eine hohe Energiedichte.
Wie Futterpellets werden auch Strohpellets in
Pelletieranlagen der Futtermittelindustrie hergestellt.
Kalkzusätze können die Ascheerweichungstemperatur
anheben, verschlechtern aber die Festigkeit und erhöhen den Abrieb.
Ein Versintern ist aber bei einigen Kesselkonstruktionen nicht
auszuschließen.
Der Staubgehalt lässt sich durch Verwendung von
entstaubten Strohfaserstoff (zerfasertes und entstaubtes Stroh) positiv
beeinflussen.
Die Herstellung von Strohfasern ist allerdings ein zusätzlicher
Kostenfaktor.
Marktchancen
Verwendet werden Stroh- und Heupellets z. Z. in Deutschland aber
hauptsächlich als Einstreumaterial und kaum zur Verbrennung.
In Deutschland ist offiziell noch kein Markt für die thermische
Nutzung da. Inoffiziell ist aber ein großer Markt vorhanden, besonders für
die Landwirtschaft.
|
Als rieselfähiger Brennstoff würden sie sich evtl. aber auch für
kleinere Heizungsanlagen mit automatischer Beschickung eignen, natürlich mit
entsprechend angepasster Verbrennungstechnik.
Problematik
Es sind bei Stroh die allgemeinen Probleme wie auch bei
der Getreidekörnerverbrennung zu beachten.
Stroh ist allerdings als Regelbrennstoff eingestuft, damit sind
keine Sondergenehmigungen erforderlich.
Geeignete Feuerungstechnik
Anlagentechnisch können dafür geeignete Getreidefeuerungsanlagen
verwendet werden.
Nicht alle angebotenen Anlagen sind gleichzeitig auch für
Strohpellets geeignet.
! Eine
unabhängige Fachberatung ist unbedingt zu empfehlen.
Eigenschaften von Stroh und Heu
Pelletgröße: 8 mm
Schüttdichte: 600 kg
Feuchte < 10%
Heizwert: 17,5 MJ/kg, Energiegehalt: 4,9 kWh/kg
Abriebfestigkeit:< 7% Abrieb
|
|
Getreidestroh |
Heu |
|
Heizwert |
17.1-17,8
MJ/kg
ca. 4,9 kWh/kg |
17.1-17,4 MJ/kg
ca. 4,9 kWh/kg |
|
Stickstoff |
0,5 - 0,8% |
0,8 - 1,4% |
|
Kalium |
0,9 - 1,4% |
1,0 - 2,0% |
|
Asche |
5,0 - 6,5% |
5,0 - 7,0% |
|
Chlor |
0,1 - 0,4% |
0,3 - 0,7% |
|
Schwefel |
< 0,1% |
>
0,1% |
|
|
Pellets aus Mühlen-Abfallprodukten |
|
Mühlen-Abfallprodukte, wie
Siebreste, Spelzen (kleine Körner, Körnerbruch etc.) könnten z. B. zu Getreidepellets gepresst werden
und ebenfalls für automatisch beschickte Feuerungen verwendet werden.
Problematik
Es sind die allgemeinen Problematiken wie bei der
Getreidekörnerverbrennung zu beachten.
Diese Brennstoffe sind allgemein z. Z. in den meisten
Bundesländern nicht als Regelbrennstoff eingestuft.
Herstellungsverfahren
Die Herstellung dieser Pellets kann z. B. in den Pelletieranlagen
der Futtermittelindustrie erfolgen.
|
Marktchancen
Für Tierfutterpellets aus Getreideabfällen ist ein großer Markt
vorhanden. Offiziell ist in Deutschland aber noch kein Markt für die
thermische Nutzung da. Das
könnte sich aber mit der Zunahme ausgereifter Verbrennungsanlagen schnell ändern.
Inoffiziell ist aber ein großer Markt vorhanden, besonders für
die Landwirtschaft.
Geeignete Feuerungstechnik
Anlagentechnisch können dafür entsprechend angepasste Getreidefeuerungsanlagen
verwendet werden.
Die Anpassung ist evtl. nicht ganz unproblematisch, da z. Z.
nur wenig praktische Erfahrungen vorhanden sind.
|
|
Ölkuchen und Ölkuchenpellets |
|
Situation durch vermehrten Anbau von Ölsaaten |
|
Infolge des vermehrten Anbaus von Raps und anderen Ölsaaten zur Bioölgewinnung
fallen immer größere Mengen Rapskuchenpellets in den Ölmühlen als
Abfall an, die für Futterzwecke
allein nicht mehr sofort verbraucht werden können.
Die Ölmühlen werden in zunehmenden Maße somit Probleme bekommen
- wohin mit den großen Ölkuchenmengen.
Infolge der großen nicht mehr verwertbaren Mengen kommt es
automatisch zu einen Preisverfall und die Ölkuchenpellets werden
kostengünstig zu beziehen sein.
Der immer noch relativ hohe Ölgehalt von ca. 10% bedeutet einen
hohen Energiegehalt, was sich für die Energiegewinnung durch Verbrennung
richtig anbietet.
|
Wegfall der Entsorgungskosten
Der an sich schon preiswerte Brennstoff wird somit noch
interessanter, da diese bisherigen landwirtschaftlichen Abfallprodukte nicht
mehr deponiert werden dürfen.
Marktchancen
Für Futterzwecke ist ein Markt vorhanden. Bei größeren Mengen
dürfte die thermische Nutzung und besonders auch die sonst anfallenden
Entsorgungskosten im landwirtschaftlichen Bereich bzgl. thermischer Verwertung eine echte Marktlücke
schließen.
Heizwert im Vergleich zu Öl
1,7 kg Rapskuchen entspricht ca. 1 l Heizöl.
|
|
Momentane Nachteile für die
Breitennutzung als Brennstoff |
|
Lagerzeit
Durch den Ölgehalt ist allerdings die Lagerzeit begrenzt, was
natürlich bzgl. einer breiten Nutzung als Brennstoff ein Nachteil ist.
Sie müssten also relativ kurzfristig verbrannt werden, bevor sie
verschimmeln und dann nur noch in Abfall-Entsorgungsanlagen verbrannt werden
können.
Eine thermische Nutzung direkt beim Erzeuger dürfte innerhalb
der Lagerzeit unproblematisch sein.
Eine Lagerzeitverlängerung außerhalb des Erzeugers durch
künstliche Kühlung ist in d. R. aus
energetischen Gründen nicht sinnvoll.
|
Stabilität
Ein weiterer Nachteil ist die relativ geringe Stabilität
der Pellets. Sie können nur wenig transportiert und umgeschlagen werden, wie
das zur Brennstoffnutzung in einem breiten Bereich erforderlich wäre.
Problematik
Es sind die allgemeinen Problematiken wie bei der
Getreidekörnerverbrennung zu beachten.
Diese Brennstoffe sind allgemein z. Z. in den meisten
Bundesländern nicht als Regelbrennstoff eingestuft.
|
|
Technologische Herstellungsverfahren für
Ölkuchenpellets
|
|
Die Pelletierpressen für die Holzpelletsherstellung nach dem
Kaltpressverfahren sind für Ölkuchen ohne Zusatztechnologien wenig geeignet.
Durch den hohen Ölgehalt haben die Ölkuchenpellets, die beim
Pressen in den Ölmühlen als Abfall anfallen, eine geringe Festigkeit.
Es müssten zur weiteren Bearbeitung technologische Verfahren entwickelt
werden, die eine längere Lagerzeit ermöglichen und auch eine ausreichende
Stabilität der Pellets (wie bei Holzpellets) gewährleisten.
Im Besonderen müsste man die Pelletiertechnologie dem Ölgehalt
entsprechend anpassen, z. B. durch den zusätzlichen Einsatz von thermischen
Verfahren.
Z. Z. sind uns dazu keine marktreifen Verfahren bekannt.
Experimentelle Versuche im kleinen Maßstab mit thermischen Pressverfahren
haben aber positive Ergebnisse bzgl. der Stabilität der Ölkuchenpellets
gebracht.
|
Mischpellets - eine Lösung?
Um den Ölgehalt zu reduzieren wäre evtl. eine Zumischung von
Mühlen-Abfallprodukten, gehäckseltem Stroh und
im Besonderen Sägespänen etc. denkbar.
Ein Anteil von Sägespänen als Regelbrennstoff könnte außerdem zusätzlich die
Verbrennungseigenschaften wesentlich verbessern.
Geeignete Feuerungstechnik
Anlagentechnisch können dafür entsprechend angepasste
Getreidefeuerungsanlagen verwendet werden.
Die Anpassung ist eigentlich mehr ein technisches Problem,
welches aber zu lösen ist.
Z. Z. nur wenig praktische Erfahrungen vorhanden sind.
!
Über
die Mitteilung Ihrer Meinung und besonders Ihrer
Erfahrungen würden wir uns sehr freuen.
|
|
Daten von Rapskuchen |
|
Vergleich verschiedener Pellets
|
Brennstoff |
Holzpellets
(nach DIN 51731) |
Strohpellets
(Analyse
Elbmarsch-Ölmühle) |
Ölkuchenpellets
(Analyse
Elbmarsch-Ölmühle) |
|
Dichte [kg/dm³] |
1,0 - 1,4 |
1,22 |
1,10 |
|
Wasser [%] |
12,00 |
8,00 |
10,00 |
|
Asche [%] |
1,50 |
6,80 |
7,10 |
|
Heizwert [kWh/kg] |
4,86 - 5,39 |
5,20 |
7,70 |
|
Preis [€/kWh] |
0,036 |
0,035 |
0,032 |
Preisbeispiele von Rapskuchenpellets
(Elbmarsch-Ölmühle)
|
Ölkuchenpellets
Produkt |
Heizwert
(kW/kg) |
Richtpreis
(€/to) |
Preis
(€/kWh) |
|
LE 25-6/15 |
5,60 |
200,00 |
0,036 |
|
LE 50-6/15 |
6,30 |
220,00 |
0,035 |
|
NE 75-6/15 |
7,00 |
230,00 |
0,033 |
|
HE 100-10/30 |
7,70 |
250,00 |
0,032 |
|
Vergleich Holzpellets |
4,93 |
160.- |
0,036 |
Lagerung und
Haltbarkeit
Kühl und trocken, bei sachgemäßer Lagerung 12 Monate haltbar
Verpackung
Gesackt, Big-Bag und lose
|
Chemische Zusammensetzung
(Rapskuchen aus der Elbmarsch-Ölmühle)
|
Trockensubstanz |
89,6 % |
|
Rohasche |
5,7 % |
|
Rohprotein |
30,8 % |
|
Rohfett |
13,5 % |
|
Rohfaser |
14,0 % |
|
Gehalt je kg Rapskuchen |
|
Calcium |
6,3 g |
|
Phosphor |
10,8 g |
|
Natrium |
0,1 g |
Physikalisch-chemische Analyse von Bio-Rapskuchen
|
(pro Charge im Durchschnitt) |
|
Wasser |
10,2 % |
|
Rohasche |
5,30 % |
|
Rohprotein |
31,10 % |
|
Rohfett A |
14,40 % |
|
Rohfaser |
10,30 % |
|
Calcium |
0,54 % |
|
Lysin |
1,81 % |
|
Methionin |
0,62 % |
|
Cystin |
0,76 % |
|
Threonin |
1,33 % |
Quelle:
http://www.elbmarsch-oelmuehle.de/
|
|
Pferdemist |
|
Energiegewinnung statt Entsorgung
Die Entsorgung des
Mistes wird mittlerweile vor allem für größere Ställe zum Problem (ca. 120.000
Pferde allein in Bayern). Vielen bleibt nur eine kostenpflichtige Entsorgung.
Energie aus
Pferdemist könnte eine rentable Alternative sein. Für die
Verbrennungsproblematik und geeignete Feuerungstechnik liegen aber z. Z. kaum
Erfahrungen vor, besonders für wirtschaftliche Kleinfeuerungsanlagen < 100 kW.
Brennstoffaufbereitung
Der Pferdemist muss
getrocknet und dabei der stechend riechende Ammoniak herausgefiltert werden
und kann unter Zusatz von Stroh und Sägespänen in geeigneten Pressen zu
Brikett oder Pellets gepresst werden. |
Besonders Holzspäne können die
Verbrennungseigenschaften wesentlich verbessern.
Eine Pelettierung dürfte für
automatisch beschickte Kleinfeuerungsanlagen besonders interessant sein.
Feuerungstechnik
Theoretisch müssten sich Getreide-
und Halmgutfeuerungsanlagen mehr oder weniger auch für trockenen Pferdemist eignen.
Z. Z. liegen kaum praktische
Erfahrungen vor.
Einsparpotenzial
Mit dem Mist von 10 Pferden lassen
sich pro Jahr ca. 10.000 l/a Heizöl einsparen.
|
|
Traubentrester, Tresterpellets und Rebholz - Energie aus dem Weinberg |
|
Traubentrester |
Chemische Analyse und Daten von Traubentrester (Pellets) |
|
In den
Weinanbaugebieten wird der in großen Mengen (ca. 2,5 t/ha Rebfläche mit
TS-Gehalt von ca. 41%) anfallende Traubentrester z. Z. landbaulich
entsorgt.
Diese Verwertung ist
arbeitsaufwendig und kostenintensiv und zusätzlich mit einigen Risiken
(Geruchsbelästigung, Mykotoxine, Schwarzfäule etc.) verbunden.
Auf Grund des hohen
Anteils an schwer abbaubaren Lignin bietet sich als Lösung die Verbrennung
und damit die thermische Nutzung an.
Zusammensetzung von Traubentrester
- ca. 40% feste Bestandteile (Beerenschalen, Kerne, Rappen)
- ca. 60% flüssige Bestandteile (Traubenmost, Wein)
|
|
Parameter |
Einheit
|
Tresterpellets |
Fichtenholz |
DIN Plus |
|
Rohdichte |
kg/m³ |
1240 |
- |
- |
|
Schüttgewicht |
kg/m³ |
675 |
- |
- |
|
Wassergehalt |
Gew.-% |
12,9 |
15,0 |
< 10 |
|
Heizwert
(pro kg TS) |
MJ/kg |
20,8 |
18,8 |
> 18 |
|
kWh/kg |
- |
- |
- |
|
Brennwert |
MJ/kg |
21,8 |
19,6 |
- |
|
Aschegehalt |
Gew.-% |
3,47 |
0,6 |
< 0,5 |
|
Ascheschmelzpunkt |
°C |
? |
- |
- |
|
Kohlenstoff |
Gew.-% |
53,6 |
49,8 |
- |
|
Wasserstoff |
Gew.-% |
6,43 |
6,3 |
- |
|
Sauerstoff |
Gew.-% |
38,0 |
43,2 |
- |
|
Stickstoff |
Gew.-% |
1,89 |
0,13 |
- |
|
Schwefel |
Gew.-% |
0,12 |
0,015 |
- |
|
Chlor |
Gew.-% |
0,0038 |
0,005 |
- |
Quelle: DI T. Pollatz, RLP AgroScience, Institut
für Agrarökologie
|
|
Tresterpellets |
|
Auf Grund des hohen Feuchtegehaltes fangen Trester bei der
Lagerung schnell an zu faulen.
Eine Lösung ist die Trocknung und Pelettierung.
Bei Versuchen mit einer Ringmatrizenpresse ergab sich eine hohe
Rohdichte und somit bzgl. der Stabilität eine hohe Pelletqualität.
Vorteile
- Energetisches Potenzial
In Deutschland fallen nachhaltig jährlich ca. 265.000 t Trester
und 318.000 t Rebholz an.
Das ergibt ein bzgl. des Heizwertes ein Potenzial von ca. 1.400
GWh, damit kann man ca. 115.000 Einfamilienhäuser heizen.
Dies entspricht einem Heizöläquivalent von ca. 135 Mio. l und
einer CO2-Einsparung von 354.000
t.
- Transportfähiges und
lagerbares Schüttgut
Durch hohe Dichte und Schüttgewicht weiträumlich anwendbar,
optimale Bedingungen für die Lagerung
|
- Optimal für automatisch
beschickte Feuerungsanlagen
besonders auch für Kleinfeuerungsanlagen
- Wegfall der Entsorgungskosten
Der an sich schon preiswerte Brennstoff wird somit noch
interessanter, da Trester nicht mehr deponiert werden dürfen und somit die
damit verbundenen Kosten entfallen.
Marktchancen
Mittelfristig werden thermische Verwertung von Traubentrester
und Rebholz zu einer wirtschaftlichen Stärkung der ländlichen Weinbauregionen
und zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen beitragen.
Nicht zuletzt ist besonders in den Weinbauregionen auch mit
einer großen Resonanz der Verbraucher zu rechnen.
|
|
Auswirkungen auf die Verbrennungseigenschaften |
Geeignete Feuerungstechnik |
|
Auswirkungen auf die Verbrennungseigenschaften bzgl. Forderungen der DIN Plus
- Wassergehalt
Wird nur leicht überschritten und ist unproblematisch
- Aschegehalt und Ascheschmelzpunkt
Der Aschegehalt wird deutlich überschritten. Problematisch ist
dies evtl. mehr oder weniger in einigen für Holzbrennstoffe ausgelegten
Feuerungsanlagen.
Für den Ascheschmelzpunk liegen uns z. Z. keine Messwerte vor.
- Heizwert
Durch den höheren Kohlenstoff- und niedrigen Sauerstoffgehalt
ist der Heizwert sehr hoch.
- Stickstoff- und Schwefelgehalt
Gegenüber Holz ist mit höheren NOx-
und SOx-Emissionen zu rechnen.
Da es bis jetzt noch keine Spezifikationen gibt, gelten die in
der 1.BimschV für naturbelassenes Holz angegebenen Grenzwerte.
- Chlorgehalt
Die niedrigen Werte lassen keine negativen Auswirkungen bzgl.
Kesselkorrosion, HCI-Emissionen und
Dioxinbildung erwarten
- Feinstaubhalt im Rauchgas
Dafür liegen uns z. Z. keine Messwerte vor.
|
Feuerungsanlagen für Halmgut
(Vielstofffeuerungen)
Für die Halmgutverbrennung geeignete Feuerungsanlagen (s.
Getreideheizung) dürften mit Sicherheit auch für Tresterpellets geeignet sein
.
Von enormer zukünftiger Bedeutung ist bei diesen speziellen
Feuerungsanlagen die große einsetzbare Brennstoffvielfalt, da neben
Holzpellets auch Getreidekorn, Pellets aus Halmgut mehr oder weniger optimal
verbrannt werden können
Bzgl. Asche- und Schlackeagglomeraten sind bei Tresterpellets
weniger oder keine Probleme zu erwarten, als bei der Verbrennung von
Halmgütern.
Feuerungsanlagen für
Hackschnitzel/Holzpellets
Damit dürften evtl. auch einige für Hackschnitzel bzw.
Holzpellets ausgelegte Feuerungsanlagen mit Unterschubfeuerungen für die
Verbrennung von Tresterpellets interessant sein.
Bei Verbrennungsversuchen verbrannten die Tresterpellets
mit starker Flamme, mit gutem Ausbrand und ohne Bildung von Asche- und
Schlackeagglomeraten.
Die Verbrennungseigenschaften sind mit großer
Wahrscheinlichkeit weniger problematisch als bei Getreide.
! Eine
unabhängige Fachberatung für die Auswahl geeigneter Feuerungsanlagen ist unbedingt zu empfehlen.
|
|
Gärreste aus Biogasanlagen |
|
Bei der Vergärung von Gülle und nachwachsenden Rohstoffen
(Mais, Gras etc.) bleibt ein gülleähnlicher, flüssiger Rest.
Dieser Gärrest
ist ein wertvoller Dünger.
Um den Dünger auszubringen, fehlen den Landwirten in manchen
Regionen mit viel Tierhaltung die Flächen, um den gesamten Gärrest vor Ort
ausbringen zu können.
Entsorgungskosten
Gülle und Gärreste werden dann per LKW in Ackerbauregionen
gefahren, was natürlich Kosten (> 6 €/m³) verursacht.
|
Lösung
Als Lösung gibt es Aufbereitungsverfahren, die Wasser
sowie die holzhaltigen pflanzlichen Reststoffe aus den Gärrest trennen.
Diese Pflanzenfasern können dann wie Stroh zu Pellets (Gärrestpellets)
verarbeitet und zur Energieerzeugung genutzt werden.
Gärreste dürfen lt. Umweltbundesamt auch in Mischungen mit
Regelbrennstoffen mittelfristig nicht in Kleinfeuerungsanlagen eingesetzt
werden.
Heizwert
Gärrestpellets Hu
ca. 4 kWh/kg
|
|
Für
wesentlich mehr Informationen stehen wir Ihnen mit einer persönlichen
Fachberatung jederzeit gerne zur Verfügung. |
|
Weiter/zurück zu Getreideheizungen
> Getreideheizung
> Brennstoffdaten >
Feuerungen & Anlagentechnik >
Auswahlkriterien > News >
Energetische Nutzung von Abfallprodukten >
News Vielstoffkessel
Einen Überblick über alle
Webseiten erhalten Sie im Inhaltsverzeichnis >
INHALT |
|