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Grundlagen Strahlungsheizungen |
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Wirkungsprinzip
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Wärmeübertragung
durch Strahlung
Strahlungsheizungen
nutzen das älteste Prinzip der Wärmeübertragung, nämlich die Wärmestrahlung.
Wie bei der Sonne oder dem Kachelofen (s. Bild) wird die Wärme als langwellige
Strahlung ausgesandt.
Die Strahlungsenergie, die auf Oberflächen auftrifft, wird von diesen absorbiert
und in Wärme umgewandelt. D. h., die Wärme entsteht erst dann, wenn die
Strahlung von einer Oberfläche aufgenommen wird.
Die Raumluft wird
durch die Strahlung direkt nicht aufgeheizt. Das unnötige direkte Aufheizen der
Raumluft wie bei anderen Systemen spart eine ganze Menge Energie ein.
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Bei Strahlungsheizungen erfolgt die Wärmeabgabe in d. R. zum
größeren Teil durch Strahlung und zum kleineren Teil durch Konvektion.
Besonders effizient werden die verschiedenen Formen der Strahlungsheizungen z. B. bei großen
Räumen oder Flächen und Hallen und bei Raumhöhen > 3 m eingesetzt. Hier sollten
generell wegen der höheren Energiekosten keine Konvektionssysteme eingesetzt
werden.
Auch im Wohnungsbau mit normalen Raumhöhen sind Fußboden- und
besonders Wandheizungen oder Heizleisten die optimale Lösung.
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Physikalische
Grundlagen
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Die beiden
Wissenschaftler (Physiker) Stefan und Boltzmann entdeckten vor 150 Jahren das Naturgesetz,
dass alle Körper Energie in Form von Lichtwellen ausstrahlen und Max Planck
erklärte dann um die Jahrhundertwende (1900), wie dieses Phänomen zustande kommt.
Das Planksche
Strahlungsgesetz beschreibt die Wärmestrahlung als elektromagnetische Welle, wie
den Strom, die Röntgenstrahlung und das Licht.
Für Körper bei
Raumtemperatur ist dieses Licht allerdings unsichtbar, denn es strahlt im
IR-Bereich (IR=Infrarot).
Die Helligkeit des
abgestrahlten Infrarotlichtes hängt dabei sehr stark von der Temperatur ab.
Das Stefan-Boltzmannsche Gesetz
erklärt den Zusammenhang der
Lichtabstrahlung mit der Körpertemperatur für einen schwarzen Körper:
P = s * A * T4
P = Strahlungsleistung
(Watt/m²)
A = Fläche
s
= Stefan-Boltzmannkonstante (5,667* 10-8 W/m²K4)
T = absolute
Temperatur (Kelvin), also mit dem absoluten Nullpunkt als Bezugstemperatur (273
K).
Für
einen nicht schwarzen Körper (grauer Lambert-Strahler) gilt:
P = e(T) * s * A * T4
e(T)
= gewichteter gemittelter Emissionsgrad über alle Wellenlängen
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Viele Körper weichen
nur wenig vom idealen Lambert-Strahler ab.
Wenn der Emissionsgrad
in dem Frequenzbereich, in dem der Körper einen merklichen Anteil seiner
Strahlungsleistung abgibt, nur wenig variiert, lässt sich das
Stefan-Boltzmann-Gesetz zumindest näherungsweise anwenden.
Das bedeutet, daß es
dann vollkommen dunkel wird, wenn die Temperatur am absoluten Nullpunkt
angekommen ist.
Wichtig ist die
Abhängigkeit der abgestrahlten Intensität in der vierten Potenz von der
Temperatur.
Das bedeutet, daß eine
geringe Temperaturänderung schon einen sehr großen Unterschied in der Helligkeit
ausmacht.
Der Physiker Wien
beschrieb den Zusammenhang des Abstrahlungsmaximums und der Temperatur in einem
einfachen Gesetz (Wiensches Gesetz):
lmax
= 2980 µm/K / T
lmax
= Wellenlänge, bei der das meiste Licht abgestrahlt wird
T = absolute
Temperatur (K)
Beispiel
Fester Körper bei Zimmertemperatur von
20 °C -> absolute Temperatur T von 293 Kelvin (273 + 20) -> Abstrahlungsmaxiumum
lmax
= 10,17 µm, also mitten im thermischen IR-Bereich.
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Bauarten und
Formen von Strahlungsheizungen
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Nach den Ausführungsformen der Strahler unterscheidet man:
- Flächenstrahlungsheizung
-
Plattenstrahlungsheizung
-
Infrarotstrahlungsheizung
Nach den mittleren
Oberflächentemperaturen unterscheidet man:
-
Niedertemperaturstrahlungsheizung (bis ca. 60°C)
-
Mitteltemperaturstrahlungsheizung (bis ca. 200°C)
-
Hochtemperaturstrahlungsheizung (bis ca. 900°C)
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Im
Niedertemperaturbereich (bis ca. 60°C) gibt es z.
B. die wasserführenden Systeme als Flächenstrahlungsheizung (z. B. Fußboden-
Wand- oder Deckenheizung), Heizleisten oder auch die
Plattenstrahlungsheizung (an der Decke abgehängte Strahlplatten).
Im
Mittel- und Hochtemperaturbereich (200-900°C) gibt
es die
Plattenstrahlungsheizung und mit direkter Beheizung des Strahlers durch Gas oder
Strom die Infrarotsysteme.
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Vorteile der
Strahlungsheizungen gegenüber herkömmlichen Heizsystemen mit Konvektion
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Energieeinsparung
Die Raumtemperatur kann bei gleicher Behaglichkeit um 2 bis 3 °C niedriger
als bei herkömmliches Heizsystemen eingestellt werden. Deutliche
Energieeinsparungen und geringste Wärmeverluste gegenüber herkömmlichen
Systemen.
Gleichmäßige Temperaturverteilung und angenehme
Bodentemperatur, auch in schlecht gedämmten Hallen
Keine nutzlosen hohen Temperaturen unter der Decke,
Höhere Wand- und Bodentemperaturen gegenüber herkömmlichen Heizsystemen.
Niedrige Betriebskosten
Keine beweglichen Teile,
dadurch praktisch wartungsfrei.
Kurze Amortisationszeit
Trotz höherer Einbaukosten machen sie sich durch die genannten Einsparungen innerhalb weniger Jahre bezahlt.
Raumgewinn
bei Deckenstrahlungssystemen
Montage an der Decke (z. B. Deckenstrahlplatten), wo der Platz
nichts kostet. Bodenflächen und Wände können voll genutzt
werden.
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Größtmögliche Hygiene und angenehmes Raumklima
Keine Aufwirbelung von Staub und keine störende Zugluft.
Keine störenden Geräusche und Schallschutz
Arbeiten praktisch lautlos, positive Beeinflussung der Schallabsorption möglich
(Integration von Schallschluckelementen).
Einsatzgrenzen
Es
gibt nur wenige spezielle Einsatzfälle, die u. U. gegen die eine oder
andere Form einer Strahlungsheizung sprechen könnten, z. B.:
Bei einer Fußbodenheizung (FBH), wenn die Wärmeabgabe
über dem Fußboden vom Menschen nicht vertragen wird.
Bei Gebäuden in Leichtbauweise mit geringer
Wärmespeicherkapazität (Holzhäuser etc.), wo nur die Raumluft schnell
aufgeheizt werden muss und nicht auch noch die Umfassungskonstruktion.
Hier wäre eine FBH zu träge.
Wenn generell eine schnelle Aufheizung der Raumluft
gewünscht wird oder erforderlich ist.
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Strahlungsheizungen und Energieeinsparverordnung (EnEV)
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Unverständlicherweise
wird bei den Wärmeübertragungssystemen die Strahlungsheizung als effiziente
Maßnahme zur Energieeinsparung in der nicht zu Ende gedachten und zu laschen
Energieeinsparverordnung noch nicht einmal direkt erwähnt.
Dafür wird um so mehr
informiert über sehr dicke Wärmedämmung, Solaranlagen, mehr oder weniger teure
Wärmeerzeugungssysteme, Niedrigenergiehäuser mit künstlicher Belüftung etc.
Für fast alle
energiesparende Lösungen (selbst z. B. für effiziente Umwälzpumpen etc.) gibt es außerdem auch Fördermittel, bis jetzt aber
nicht für Strahlungsheizsysteme.
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Das
Planksche Strahlungsgesetz beschreibt die Wärmestrahlung als elektromagnetische
Welle, damit ist es ein Teil der Quantenphysik.
Mit den Methoden der
Thermodynamik (Wärmelehre) kann Strahlung somit (nach Prof. C. Meier) nicht behandelt werden. Das wird
aber gemacht, mit der Folge einer Überbewertung der Konvektionsheizung und Unterbewertung der
Strahlungsheizung.
Selbst
DIN-Normen können, sogar mit Unterstützung der Wissenschaft, mitunter nur ein
Regelungsinstrument zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen sein.
Mehr zur >
Tragödie der Strahlung, von
Prof. Dr.-Ing. Claus Meier,
Architekt SRL, BayAK
Nürnberg.
(Quelle:
http://clausmeier.tripod.com/missbr.htm)
Wird fortgesetzt
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Deckenstrahlungsheizung
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Bildquelle:
Frenger
Was
ist in einer Sport- oder Industriehalle wichtiger als ein angenehm warmer, aber
nicht zu heißer Fußboden und angenehm temperierte Sportgeräte?
Ein Effekt, der übrigens mit einer Luft- oder einer Fußbodenheizung kaum erzielt
werden kann.
Warmwasser-Deckenstrahlungsheizung
Bei der Deckenstrahlungsheizung (s. Bild) hingegen wird diese Forderung bestens
erfüllt, denn die Strahlung erwärmt die Wände, den Boden, die sich im Raum
befindlichen Geräte und natürlich die Personen.
Die Raumluft wird erst
durch den Kontakt mit Wänden, Boden und Decke erwärmt, wobei die
Temperaturverteilung im Gegensatz zu anderen Heizsystemen sowohl in vertikaler
als auch in horizontaler Richtung sehr gleichmäßig verläuft.
Nach der auf die
Raumfläche bezogene Größe und Leistungsabgabe unterscheidet man in 2
Grundvarianten:
1.
Heiz-/Kühlelement (Einzelplatten, Segel und Bänder)
Der Vorteil von
freihängenden, luftumspülten Heiz-/Kühlelementen (ohne obere Isolierung) liegt
in der erhöhten Leistungsabgabe.
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Sowohl beim Heizen als
auch beim Kühlen wird die Raumdecke per Strahlung aktiviert und wird somit zur
Bauteilkühlung bzw. -heizung.
Mit deutlich kleineren
Flächen (ca. 30-50 % der Grundfläche) wird die Heiz-/Kühlleistung einer
geschlossenen Decke erbracht.
Entsprechend geringer sind die erforderlichen Investitionskosten.
2.
Heiz-/Kühldecke
Bei einer
geschlossenen, abgehängten Heiz-/Kühldecke bringt eine Leistungsabgabe nach oben
dem Raum keinen Nutzen (Energieverluste speziell im obersten Geschoss).
Um dies zu verhindern,
erhalten die aktiven Flächen einer geschlossenen Decke eine obere Isolierung.
Wärmeabgabe und
Wärmeaufnahme (Kühlung) erfolgen ausschließlich über die untere Sichtfläche der
Decke.
Daher sind die
spezifischen Leistungen auch geringer als bei freihängenden unisolierten
Elementen.
Der aktive
Flächenanteil wird deshalb größer und liegt in der Regel bei ca. 75 % der
Raumfläche.
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Heizen
und Kühlen mit wasserführenden Deckenstrahlplatten
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Heizen
Deckenstrahlheizungen
benötigen die Raumluft nicht als Wärmeträger (tatsächliche Lufttemperatur <
gefühlte).
Im Falle von
Lüftungswärmeverlusten geht weniger Wärme verloren.
Die Temperatur unter
Decke/Dach steigt weniger stark gegenüber Heizkörpern
(Transmissions-Wärmeverlust geringer).
Nach DIN 18599 darf
die ermittelte Heizlast mit dem Faktor 0,85 verkleinert werden.
Im Heizbetrieb erfolgt
die Wärmeabgabe der Decke hauptsächlich durch Strahlung.
Kühlen
Korrosionsfeste
Deckenheizelemente aus Cu oder Al eignen sich sehr gut zur Kühlung.
Im Kühlbetrieb erfolgt
die Wärmeaufnahme der Decke zu ca. 60% durch Strahlung, die
zur Abkühlung aller Umgebungsflächen und Einrichtungsgegenstände führt.
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Der konvektive
Anteil von ca. 40% bringt zusätzlich eine direkte Kühlung der Raumluft.
Vorlauf- und
Oberflächentemperaturen
1. Hallen > 4 m
Raumhöhe
Heizbetrieb:
VL-Temperaturen von 70 bis 90 °C
Oberflächentemperatur 21 bis 28 °C
Kühlbetrieb:
Oberflächentemperatur 16 bis 22 °C
2. Räume bis 3 m
Raumhöhe (Büros etc.)
Heizbetrieb:
Wärmezufuhr je nach Bedarf (Einzel-/Mischerregelung)
VL-Temperaturen 70 °C (gleitend)
Oberflächentemperatur 21 bis 28 °C (gleitend)
Kühlbetrieb
Oberflächentemperatur 16 bis 22 °C (gleitend)
Quelle: IKZ HAUSTECHNIK 5/2008;
www.best-bredemann.de |
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Heizleisten
(Sockelleistenheizung)
>
Bild
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Unverständlicherweise wird diese geniale Form von Energieeinsparung und
Behaglichkeit in Deutschland wenig beachtet und noch weniger publiziert.
Dafür um so mehr über sehr dicke Wärmedämmung, einer nicht zu Ende
gedachten und zu laschen Energieeinsparverordnung, "Plastikhäuser" mit
künstlicher Belüftung etc.
Funktion:
Heizleisten
sind Heizkörper und Rohrleitung in einem.
In einer
formschönen Verkleidung (z. B. aus Holz) verbirgt sich ein
Heizregister. Durch dessen Kupferkernrohr fließt das Heizungswasser und
erwärmt die aufgepressten Aluminium-Lamellen.
Der hauchdünne
Warmluftschleier steigt bei richtig bemessenen Vorlauftemperaturen an
der Wand über der Heizleiste hoch, solange er wärmer ist, als die
Raumluft (Coanda-Effekt).
Bei 45°C
Vorlauf erzeugen diese Systeme schon ein akzeptable Wärmeleistung von
ca. 140 W/m.
Der
Wärmeinhalt des Luftschleiers wird an die oberste Wandschicht abgegeben.
Der abgekühlte Luftschleier schiebt sich horizontal in den Raum und
sinkt dann langsam unter Mitnahme von Staubpartikel zu Boden.
Die Wände
geben die empfangene Energie als langwellige Strahlung in den Raum ab.
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Vorteile:
- Bis zu 30% Energieeinsparung
-
Durch geringe Wassermengen im Heizsystem
sehr reaktionsschnell,
kurze Aufheizphasen
-
Gesundes
Raumklima mit staubfreier Luft
-
Gleichmäßige
Erwärmung des gesamten Raumes
-
Für große
Glasflächen geeignet
-
Montage auch
hinter Möbeln möglich
Einsatz
Besonders
geeignet für Altbauten, in denen bautechnisch keine Fußbodenheizung
möglich ist oder in anderen Fällen auch nicht erwünscht ist.
Anwendung auch
in leichten Gebäuden mit geringer Wärmespeicherkapazität (Holzhäuser,
Fertighäuser) zu empfehlen.
Besondere Bauformen
Heizleisten
für spezielle Problemlösungen gibt es auch als:
-
Zargen
aus Stahl für Türleibungen
-
Heizrahmen für Fenster und Türen
- Beheizte
Pfosten für lange Fensterfronten
!
Interessante und
lesenswerte Beiträge, u. a. auch vom Erfinder
der Heizleisten Alfred
Eisenschink >
www.sancal.de
Quelle:
http://www.sancal.de/
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Infrarotheizungen
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Begriffe
Infrarot, Abkürzung IR (alt Ultrarot) bezeichnet den
unsichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums, der sich an den
langwelligen Anteil (rot) des sichtbaren Lichtes anschließt und Wellenlängen λ
zwischen etwa 800 nm und 1 mm umfasst.
Infrarotstrahlen entwickeln beim Auftreffen auf feste oder
flüssige Gegenstände Wärme.
Infrarotstrahlen sind Lichtwellen oberhalb des sichtbaren
Bereichs. Diese Wärmestrahlung kann am ehesten mit der des Sonnenlichtes
verglichen werden.
Die Erzeugung der Infrarotstrahlung erfolgt durch die
direkte Erhitzung eines Körpers in d. R. mit Strom (z. B. Heizsonne) oder durch
Verbrennung mit Gas.
Die nachfolgend beschriebenen Hell- und Dunkelstrahler werden
direkt mit Erd- oder Flüssiggas befeuert.
Infrarotheizungen
Das sind Heizungssysteme, die Infrarotstrahlung erzeugen und somit als
Wärmequelle genutzt werden können.
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Diese Systeme zeichnen sich durch geringsten Wärmeverlust aus.
Weitere Vorteile sind u. a.:
Bis zu 54% Energie- und Kosteneinsparungen gegenüber
herkömmlichen Systemen,
das angenehme Raumklima (ähnlich dem natürlichen Wärmeprinzip der
Sonne),
niedrige Investitionskosten, kurze Amortisationszeiten,
die gleichmäßige Wärmeverteilung auch in schlecht gedämmten
Hallen,
die kurzen Aufheizzeiten
sowie das staub- und zugfreie Beheizungsprinzip.
Einsatz
Besonders geeignet für große Räume und Flächen (Hallen). Der
Vorteil liegt darin, dass die Objekte direkt erwärmt werden und nicht die Luft, die in hohen
Räumen nach oben steigt.
Von oben nach unten heizen ist somit nicht notwendig.
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Hell- und Dunkelstrahler mit Gasbrenner |
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Hellstrahler
Der Hellstrahler ist eine Variante der Infrarotheizung. Die
Erzeugung von Infrarotstrahlen geht z. B. durch die sichtbare Verbrennung eines
Gas-Luft-Gemisches mit einem Gasbrenner von statten. Dabei glühen Keramikplatten
hell auf.
Der Nachteil dieser Hellstrahlersysteme (mit Gasbrenner) ist,
dass die Abgase nicht in geschlossenen Systemen abgeführt werden sondern
indirekt über die Raumluft entsorgt werden.
Innerhalb der Strahlungsheizungen wird zwischen dem
Hellstrahler mit offener Verbrennung und dem Dunkelstrahler mit
geschlossener Verbrennung unterschieden
Dunkelstrahler
Dunkelstrahler sind Rohre, meist in U-Form, durch die
Verbrennungsgase mit einer Temperatur bis zu 800 °C geleitet werden.
Ein Gasbrenner, der an einem Rohrende montiert ist, verbrennt
Erd- oder Flüssiggas, ein Sauggebläse am anderen Rohrende erzeugt den nötigen
Unterdruck für den Verbrennungsgastransport.
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Durch einen Reflektor, der über dem gesamten Rohrsystem
angebracht ist, wird die nach oben gestrahlte Wärme der Rohre in die zu
beheizenden Bereiche gelenkt.
Infolge der U-förmigen Ausbildung des Strahlrohres ist die
mittlere Oberflächentemperatur mit etwa 250 – 500 °C über der gesamten Länge
annähernd gleich.
Der Name „Dunkelstrahler“ ist an sich aus technischer Sicht
überholt, da er einst für eine nicht glühende Heizfläche im Gegensatz zum
Hellstrahler stand.
Heute findet man auch bei den Hochleistungsgeräten unter den
Dunkelstrahlern glühende Rohre.
Der wesentliche Unterschied zwischen Hell- und
Dunkelstrahlern ist, dass der Dunkelstrahler eine geschlossene Verbrennung
realisiert, was eine kontrollierte Abführung der Abgase ermöglicht.
Mehrere Geräte können an eine gemeinsame Abgasleitung
angeschlossen werden.
Quelle: Kübler Hallenheizungen
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Zusätzliche Infos s. auch unter >
Grundlagen-Wärmeabgabesysteme
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