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Letzte Bearbeitung:
06.08.2009 21:17
IBS /
HEIZUNG/ KRAFT-WÄRME-ANLAGEN /
PLANUNG
.
Vorausberechnung der
Wirtschaftlichkeit für Klein-BHKWs.
Erfassung der Verbrauchsdaten mit
Lastprofilen: Messung von Außentemperatur, Strom-, Warmwasser- und
Heizwärmeverbrauch; Tagesmitteltemperaturverfahren, Jahresdauerlinie,
Modulleistung; Beispiel.
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Vorausberechnung der Wirtschaftlichkeit für
Klein-BHKWs |
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Erfassung der Verbrauchsdaten mit Lastprofilen (Beispiel für Öl und Erdgas) |
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1. Messung von Außentemperatur, Strom- und
Warmwasserverbrauch |
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Besonders bei
kleineren BHKWs (z. B. Klein- bzw. Mini-BHKWs für Pflege- und Altersheime, Gewerbebetriebe, Hotels etc.)
sollte der Bedarf an Strom und Nutzwärme möglichst genau ermittelt werden.
Je genauer der
zeitgleich auftretende Verbrauch in Form von Lastprofilen ermittelt wird,
desto sicherer wird die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sein.
Da der notwendige
Aufwand nicht unerheblich ist, sollte dafür auch genügend Zeit vor der
Realisierung eingeplant werden.
Messung der Außentemperatur
kann im Messzeitraum
sowohl selbst, als auch über die Wetterdaten ermittelt werden.
Stündliche und
Tagesmittelwerte werden dann zur Datenauswertung herangezogen.
Messung des Stromverbrauchs
kann mit einem
berührungslosen Messverfahren (Optokoppler) erfolgen. Dabei wird der Tastkopf
(Lichtsender und -empfänger) auf die Markierung der Zählerscheibe ausgerichtet.
Ein Impuls wird auf dem Datenlogger ausgegeben.
Über die
Zählerkonstante (Energiemenge pro Umdrehung) können die Verbrauchswerte bestimmt
werden.
Eine stündliche
Auflösung der Mittelwerte sollte zur Erstellung der Lastprofile zur Verfügung
stehen.
Messung des Warmwasserverbrauchs
ist erforderlich, um
den Anteil witterungsunabhängiger Heizlasten im Gebäude zu erfassen.
Alternativ kann die
Grundlast auch während des Sommers (ohne Heizbetrieb) ermittelt werden.
Nachteilig ist die lange Messzeit, da grundsätzlich auch innerhalb der
Heizperiode gemessen werden muss.
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Gemessen werden kann
z. B. innerhalb des Kaltwasserzulaufs des Speichers (ohne
Zirkulationsvolumenstrom).
Ist bereits ein Zähler
vorhanden, kann dieser z. B. mit einem Optokoppler abgetastet werden.
Andernfalls muss
nachträglich ein Zähler mit Impulsausgang eingebaut werden.
Die gesammelten Daten
werden mit einem Datenlogger ausgelesen.
Zusätzlich kann ein
Anlegetemperaturfühler am WW-Ausgang des Speichers die die tatsächliche
WW-Temperatur erfassen.
Bei den so gemessenen
Lastprofilen handelt es sich - anders als bei Messungen am Gaszähler - um den
tatsächlichen Nutzenergiebedarf für Warmwasser.
Der Aufwand, der bzgl.
Effizienz der vorhandenen Anlage betrieben werden muss und letztlich den
Wärmeverbrauch bestimmt, wird hierbei nicht miterfasst.
So sind noch die
folgenden Faktoren zu berücksichtigen:
-
Abgas- und Bereitschaftswärmeverluste des Heizkessels
-
Bereitschaftswärmeverluste des WW-Speichers
-
Qualität der Wärmeübertragung des Speichers (Verkalkung)
-
Verteilerverluste im Rohrnetz (Zirkulation, Dämmqualität)
Da für die
BHKW-Auslegung zunächst aber eine Bedarfsprognose erstellt werden soll,
können die ermittelten Lastprofile direkt verwendet werden.
Um aber auf den
Verbrauch (wichtig für Einschätzung der Wirtschaftlichkeit) schließen zu können,
muss für das vorgeschlagene Gesamtsystem eine Nutzungsradbetrachtung
durchgeführt werden.
Quelle: IKZ FACHPLANER 4/2008
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2. Messung des Heizwärmeverbrauchs |
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Aufgrund der
Außentemperaturabhängigkeit sollten zur Auswertung Daten im Temperaturbereich
von -5 bis +10 °C vorliegen.
Für die spätere
Dimensionierung mit dem Jahresdauerlinien-Verfahren müssen stündliche Werte für
den Wärmeverbrauch vorliegen.
Die Erfassung der
Verbrauchsdaten kann z. B. mit einem Optokoppler direkt am Gaszähler ausgelesen
werden bzw. bei Ölfeuerungen Messung der Brennerlaufzeit mit einem Impulszähler
(Düsenleistung ist durch auslitern zu bestimmen).
Für größere
erdgasversorgte Liegenschaften kann vereinfacht z. B. auf die Gasbezugsdaten des
Versorgungsunternehmens zurückgegriffen werden.
In den o. g. Fällen
liegt aber immer nur ein unbereinigter Gas-/Ölverbrauch vor, der sowohl
witterungsabhängige als auch periodisch wiederkehrende Wärmeverbrauchsanteile
beinhaltet.
In den Messwerten ist
auch der Anlagenaufwand enthalten.
Zur Bereinigung der
Messwerte sind folgende Schritte erforderlich:
1. Umrechnung
m³-Gasverbrauchs in Nutzwärmeverbrauch (Aufwand)
Der Nutzwärmeverbrauch
bezieht sich auf den Heizwert eines Brennstoffes:
-> Für Erdgas muss
also der vom Versorger angegebene Brennwert (Betriebsbrennwert) in den Heizwert
umgerechnet werden:
QNutz
= (H1 / (HS / H1)) x VGaszähler
= H1
/ 1,11 x VGaszähler
-> Für Heizöl wird die
gemessene Menge mit dem Brennwertfaktor 1,06 in den Nutzwärmeverbrauch
umgerechnet
QNutz
= 1,06 x VÖl
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2. Umrechnung
Nutzwärmeverbrauch in Bedarfswert
Der am Gaszähler
gemessene Verbrauch stellt zunächst nur den Aufwand für die Gebäudeheizung dar.
Für die
BHKW-Dimensionierung muss aber eine Prognose des künftig zu erwartenden
Energiebedarfs erstellt werden.
Die in den Messungen
enthaltenen Abgas-, Betriebsbereitschafts- und Abstrahlverluste spiegeln sich im
Nutzungsgrad der vorhandenen Anlage wider. Nicht berücksichtigt werden
Verteilerverluste, wenn sie auch für das zukünftige BHKW bestehen bleiben.
Wird dagegen die
Wärmeabgabe z. B. durch einen hydraulischen Abgleich verbessert, muss auch dies
für die Bedarfsermittlung des BHKWs berücksichtigt werden.
Ein genaues Verfahren
zur Bestimmung des Anlagen-Nutzungsgrades ist in der VDI-Richtlinie 3808
(energetische Bewertung von Gebäuden) enthalten.
3.
Bereinigung um nicht witterungsabhängige Anteile
Der Wärmebedarf für
die Warmwasserbereitung ist nicht von der Witterung abhängig und unterliegt in
d. R. einen typischen Tagesprofil.
Um die Lastprofile für
jede Stunde zu erstellen, wird die Wärmeenergie aus den Mittelwerten des
Volumenstroms und der Temperaturdifferenz wie folgt berechnet:
OWW
= VKW x ςKW x cW x (θWW - θKW)
VKW =
Volumenstrom Kaltwasser
ςKW =
Dichte
cW =
spezifische Wärmekapazität
(θWW - θKW)
= Temperaturdifferenz zwischen WW und KW
Der so ermittelte
Tagesbedarf an Wärmeenergie für die WW-Bereitung kann dann zur Bereinigung des
Gesamt-Wärmebedarfs in Abzug gebracht werden.
Somit kann die
Außentemperaturabhängigkeit des Wärmebedarfs errechnet werden (Punkt 3).
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3. Darlegung der Außentemperaturabhängigkeit
des Wärmebedarfs mit Tagesmitteltemperaturverfahren |
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Mit den gesammelten
Daten erfolgt nun die Berechnung der Außentemperaturabhängigkeit des
Wärmebedarfs mit dem in der VDI-Richtlinie 3807 (Energie- und
Wasserverbrauchskennwerte für Gebäude) Tagesmitteltemperaturverfahren.
Dazu werden die
ermittelten Tagesbedarfswerte als Funktion der Tagesmitteltemperatur
dargestellt.
So erhält man eine
Punkteschar, durch die eine Regressionsgerade (Heizgerade) gelegt werden kann.
Wählt man für das
Diagramm auf der X-Achse einen Wertebereich von -12 bis +20 °C und trägt auf der
Y-Achse entsprechend die Tagesbedarfswerte auf, so erhält man neben der linearen
Abhängigkeit des Wärmebedarfs von der Außentemperatur auch die
Heizgrenztemperatur.
Sie ist an der Stelle
ablesbar, wo der Wärmebedarf gegen Null geht oder aber aufgrund enthaltener
AT-abhängigen Wärmebedarfsanteile konstant bleibt.
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Die Regressionsgerade
wird mit Hilfe der Diagrammfunktion MS-Exel in die die Messwerte eingefügt,
sodass die entsprechende lineare Gleichung zur weiteren Auswertung direkt zur
Verfügung steht.
Mit der Gleichung kann
nun die Jahresdauerlinie für die erforderliche thermische Energie
erstellt werden.
Berücksichtigung von Nutzungsänderungen
ist ein weiterer
wichtiger Schritt bei der Prognose des zukünftigen Bedarfs (z. B. Ersatz einer
alten Kältemaschine gegen ein Aggregat mit Freikühleinrichtung mit kleineren
Strombedarf).
Bei der Erstellung der
Jahresdauerlinie muss daher der entsprechende Wärme- und Strombedarf durch
Einzelmessung oder Bedarfsberechnung berücksichtigt werden.
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Jahresdauerlinie |
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Das
Jahresdauerlinien-Verfahren mit einer Auflösung von 1 Stunde wird zur Bestimmung
der Laufzeit eine BHKWs herangezogen.
Dabei werden die
normierten Werte eines Testreferenzjahres (Mittel der langjährigen Wetterdaten
des Standortes) verwendet.
Die Jahresdauerlinie
stellt die Summenhäufigkeit des Leistungsbedarfs eines Gebäudes in einem
Diagramm dar.
Dazu wird die
erforderliche thermische oder elektrische Leistung über die Anzahl der
Jahresstunden aufgetragen.
Jahresdauerlinie des Leistungsbedarfs
Ordnet man die
Leistungsdaten nach ihrer Größe, so ergibt sich die Jahresdauerlinie des
Leistungsbedarfs.
An ihr kann abgelesen
werden, für wie viele Stunden im Jahr der Leistungsbedarf einen bestimmten Wert
überschreitet.
Weiterhin kann im
flachen Teil der Jahresdauerlinie die thermische und elektrische Grundlast eines
Gebäudes abgelesen werden.
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Bei dieser Darstellung
kann somit recht einfach direkt die Laufzeit aus dem erstellten Diagramm
abgelesen werden.
Zur Erstellung der
Jahresdauerlinie wird mit Hilfe der Heizgeraden für die Temperaturen des
Referenzjahres der Heizwärmebedarf berechnet.
An Hand der
ermittelten Typ-Tage (Werktag, Wochenende) können dann die AT-abhängigen
Bedarfswerte den einzelnen Tagen des Jahres zugeordnet werden.
Addiert man die Werte,
erhält man den Jahresgang des Wärmebedarfs innerhalb des untersuchten Objekts.
Jahresdauerlinie des Strombedarfs
Hier kann analog
vorgegangen werden. Meisten sind hier nur geringe AT-abhängige Bedarfsanteile zu
berücksichtigen, sodass sich die Jahresdauerlinie im Wesentlichen nur aus den
einzelnen typischen Tagesprofilen zusammensetzt.
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Ermittlung der Modulleistung anhand der
möglichen Laufzeiten |
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Für die Beurteilung
der Wirtschaftlichkeit des BHKWs muss die Anzahl der Betriebsstunden, in denen
Nutzwärme und Strom im Objekt genutzt werden kann, ermittelt werden.
Hierzu kann eine
Exel-Tabellenkalkulation verwendet werden, die anhand des Testreferenzjahres für
den Standort den prognostizierten Strom- und Wärmebedarf in stündlicher
Auflösung den möglichen BHKW-Modulleistungen gegenüberstellt.
In die
Tabellenkalkulation werden die folgenden Leistungsdaten des favorisierten
BHKWs eingegeben:
-
Thermische Leistung bei Volllast/Teillast
-
Elektrische Leistung bei Volllast/Teillast
-
Thermischer Wirkungsgrad
-
Elektrischer Wirkungsgrad
Mit den Eingaben kann
für das konkrete Bedarfprofil die Anzahl der jährlichen Betriebsstunden unter
Berücksichtigung der Leistungsmodulation auf minimale Teillast und der
Jahres-Brennstoffverbrauch bestimmt werden.
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Für den erzeugten
Strom wird ermittelt, ob er direkt genutzt werden kann oder ob er eingespeist
werden muss.
Ebenso wird anhand der
Simulation errechnet, wieviel und zu welcher Tageszeit Strom zugekauft werden
muss.
Hinterlegt man in der
Tabellenkalkulation noch die Hoch- und Niedertarifzeiten, so können auch die
möglichen Einsparungen bei vorliegenden Zweitarifmodell ermittelt werden.
Da ein BHKW nur die
thermische Grundlast abdeckt, wird zusätzlich die von einem Spitzenlastkessel
bereitzustellende Nutzwärme und abhängig von dessen Jahresnutzungsgrad der
erforderliche Gas/Ölverbrauch ermittelt (Speicher kann hier vernachlässigt
werden).
Variiert man nun die
Leistungsdaten infrage kommender BHKW-Typen/Anzahl der Module, kann die optimale
Anlagenkonfiguration gefunden werden.
In einem weiteren
Schritt erfolgt die Gegenüberstellung der erforderlichen Investitionen.
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Einspeisung von Strom bei kleinen BHKWs ist
unwirtschaftlich (Beispiel) |
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BHKW-Leistungsdaten:
Thermischer
Wirkungsgrad ca. 65%
Elektrischer
Wirkungsgrad ca. 25%
Abgasverlust
ca. 10%
Erdgasverbrauch je kWh
Nutzwärme
1,57 kWh
Zusätzlich erzeugter
Strom je kWh Nutzwärme 0,38 kWh
Verbrauchstarife/Vergütungen:
Einspeisetarif inkl.
MwSt 6,5 ct/kWh
Stromtarif inkl. MwSt
19,0 ct/kWh
Mineralölsteuervergütung 0,55 ct/kWh (?)
Einspeisevergütung:
EXX-Leipzig (üblicher
Preis) 3,9 ct/kWh
KWK-Gesetz (für 10
Jahre) 5,11 ct/kWh
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Ermittlung der Verbrauchskosten je kWh Nutzwärme
| Betriebsart |
BHKW-Strom
einspeisen |
BHKW-Strom
selbst nutzen |
Vergleich
BW-Gerät* |
| Kosten für Erdgas |
10,00 ct |
10,00 ct |
6,77 ct |
| Abzüglich
Einspeisevergütung |
-3,47 ct |
0,00 ct |
0,00 ct |
| Abzüglich Mineralöl-
steuervergütung |
-0,02 ct |
0,00 ct |
0,00 ct |
| Abzüglich eingesparte
Stromkosten (eigengenutzt) |
0,00 ct |
-7,31 ct |
0,00 ct |
| Verbrauchskosten je
kWh
Nutzwärme |
6,48 ct |
2,69 ct |
6,77 ct |
*) Nutzungsgrad des
BW-Geräts bezogen auf Ho = 96% |
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Beispiel: Untersuchung der Wirtschaftlichkeit
von BHKW-Varianten in einem Pflegeheim |
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Es werden drei
Versorgungsvarianten für das Pflegeheim untersucht (vorhanden ist eine alte
Gasheizung):
Variante 1
Ein
Gas-BHKW-Modul mit 4,7 kWel und 12,5 kWtherm und einem
Gas-BW-Spitzenlastkessel mit 65 kW.
Variante 2
Zwei
Gas-BHKW-Module mit 4,7 kWel und 12,5 kWtherm sowie einen
entsprechen kleiner dimensionierten Gas-BW-Spitzenlastkessel.
Variante 3
Gas-BW-Kessel für den Gesamtbedarf und Fremdbezug des gesamten Strombedarfs.
Variante 1
Für ein
leistungsmodulierendes Klein-BHKW ergeben sich zunächst verbrauchs- und
betriebsgebundene Kosten, die 32,6% bzw.
ca. 5820 € unterhalb
der derzeit auftretenden Energiekosten liegen.
Es wird nur minimal
Strom in das Netz eingespeist, so dass der der Anteil der jährlichen
Einspeisevergütung lediglich 4,3% an der gesamten Kosteneinsparung beträgt.
Die errechnete
Laufzeit beträgt 7.129 h/a (ca. 81% der Jahresstunden in Betrieb).
Dabei beträgt der
Anteil der Jahresheizarbeit 60% des jährlichen Wärmebedarfs.
Die Investkosten
(inkl. hydraulische Einbindung, Puffer, Regelung und Spitzenlastkessel) betragen
38.500 € inkl. MwSt.
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Variante 2
Für zwei
leistungsgleiche BHKW-Module ergeben sich verbrauchs- und betriebsgebundene
Kosten, die 41,7% bzw. ca. 7.536 leistungsmodulierendes Klein-BHKW ergeben sich zunächst
verbrauchs- und betriebsgebundene Kosten, die 32,6 % bzw. ca. 5820 € unterhalb
der derzeit auftretenden Energiekosten liegen.
Die
Einspeisevergütung für den
eingespeisten Strom (KWK-Gesetz und Durchschnitt Strombörse EEX) steigt auf ca.
150 €.
Der jährliche
Strombedarf sinkt jetzt auf 2.189 kWh ab. Darüber hinaus wird im Niedertarif
kein weiterer Strom mehr benötigt.
Zusätzlich zur
Variante 1 kann das zweite Modul allerdings nur noch weitere 4.112 h betrieben
werden.
Die
Jahresheizarbeit steigt auf einen Anteil am Gesamtbedarf von 88% an.
Die Investkosten
betragen ca. 65.500 € inkl. Montage und MwSt.
Variante 3
Die Einsparung ergeben
sich bei den Brennstoffkosten durch den verbesserten Jahresnutzungsgrad des
Gas-BW-Kessels.
Der Fremdstrombezug
für Hoch- und Niedertarif muss berücksichtigt werden.
Investitionskosten
ca. 20.000 € inkl. Montage und MwSt.
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Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Varianten |
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Es werden die
Vollkosten der BHKW-Varianten den Kosten eines Gas-BW-Systems gegenüber
gestellt.
Es gelten folgende
Annahmen:
Betrachtungszeitraum
15 Jahre
Stromtarife
(Hoch-/Niedertarif) 19,45/10,98 ct/kWh
Jährliche Teuerung
Strom 5 %/a
Arbeitspreis Erdgas
5,74 ct/kWh
Jährliche Teuerung Gas
7 %/a
Jahresnutzungsgrad
BW-Kessel 96 % (bzgl. Ho)
Die Gegenüberstellung
der Gesamtkosten für ein BHKW-Modul (Variante 1) und der Referenz Gas-BW-Kessel
(Variante 3) zeigt, dass bereits im fünften Betriebsjahr die kumulierten
Gesamtkosten des BW-Systems höher liegen, als die der BHKW-Lösung.
Es liegen also
eindeutige wirtschaftliche Rahmenbedingungen vor, die auch nach Ablauf der
KWK-Förderung zutreffen.
Nach 15 Jahren liegen
die eingesparten Kosten insgesamt bei ca. 59.000 €.
Für die Variante 2
mit zwei Modulen lagen die verbrauchsgebundenen Kosteneinsparungen zunächst
deutlich über denen der Variante 1, allerdings waren auch höhere Investkosten zu
berücksichtigen.
Ob die 4.112
Betriebsstunden des 2. Moduls diese Investkosten rechtfertigen, zeigt die
Gegenüberstellung mit Variante 3:
Erst im zehnten Jahr
liegen die kumulierenden Gesamtkosten mit zwei Modulen unterhalb denen des
Gas-BW-Systems.
Die Amortisationszeit
verdoppelt sich von 5 auf 10 Jahre.
Variante 2 ist somit
unwirtschaftlich.
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Nach 15 Jahren stehen
noch knapp 40.000 € an Einsparung gegenüber der Variante 3 zu Buche.
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Berechnungsergebnis jährlicher Vollkosten
Variante 2
(Modul 1+2 je
4,7 kWel, 12,5 kWth) |
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Modul 1 |
Modul 2 |
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Betriebsweise:
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Wärmegeführt
Leistungsmod. |
Wärmegeführt
Leistungsmod. |
| Laufzeit |
7.129 h/a |
4.112 h/a |
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Jahresheizarbeit |
77.044 kWh |
44.289 kWh |
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Jahresstromproduktion |
HT
19.257 kWh/a
NT
2.018 kWh/a |
HT
10.940 kWh/a
NT
4.965 kWh/a |
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Stromeinspeisung |
2.935 kWh |
14.444 kWh |
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Brennstoffverbrauch |
117.791 kWh (Ho) |
37.713 kWh (Ho) |
|
Brennstoffkosten |
6.756 €/a |
3.884 €/a |
|
Rest Strombezug |
HT
13.129 kWh/a
NT
2.018 kWh/a |
- |
|
Stromkosten |
426 €/a |
- |
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Jahresheizarbeit Spitzenlastkessel |
16.416 kWh/a |
- |
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Jahresnutzungsgrad |
96 % |
- |
|
Brennstoffverbrauch
Spitzenlastkessel |
17.100 kWh/a |
- |
|
Brennstoffkosten |
918 € |
- |
|
Wartungskosten |
993 € |
- |
|
Erstattung Mineralölsteuer (Erdgas) |
0,0055 €/kWh |
- |
|
Erstattungsbetrag |
1.020 €/a |
- |
|
Erlös durch Stromeinspeisung |
0,0870 €/kWh |
- |
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Einspeisevergütung |
1.512 €/a |
- |
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Jährliche Kosten |
10.508 €/a |
|
Mögliche Energiekosteneinsparung |
7.537 €/a (42 %) |
Quelle: IKZ FACHPLANER 4/2008
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